Rechtsberatung

Firmen­gründung in Thailand

Grundstein für die erfolgreiche Arbeit von Unternehmen ist eine saubere Rechtsstruktur, die den unternehmerischen Zielen angepasst ist. Besonderes Augenmerk verdienen dabei Vertriebsgesellschaften und Dienstleister, deren Betätigung durch Ausländer durch den „Foreign Business Act“ strengen Regelungen und auch Verboten unterliegt.

Die Company Limited als 100%-Tochtergesellschaft

Die Company Limited (Co. Ltd.) ist die gebräuchlichste Rechtsform in Thailand und entspricht in etwa der deutschen GmbH. Sie kann jederzeit auch als „Wholly Foreign Owned Enterprise (WFOE)“, also als hundertprozentige Tochtergesellschaft gegründet werden. Sie ist unkompliziert, setzt drei Gründungsgesellschafter voraus und ist schnell eingerichtet. Von ausländischen Gesellschaftern wird ein Mindestkapital von 2 Millionen THB erwartet. Gute Rechtsberatung ist dennoch erforderlich, da 100 % ausländische Unternehmen in ihren Aktivitäten beschränkt sind. Dies gilt es schon bei der Gründung zu beachten

Produzieren in Thailand

Was viele nicht wissen: Ausländer dürfen in Thailand fast unbeschränkt Produktionsstätten als 100%-Tochtergesellschaft gründen. Ausländer können dabei sogar Landeigentum erwerben, wenn die Produktionsstätte in einem anerkannten Industriegelände angesiedelt ist.

Natürlich sind auch in Thailand Regeln einzuhalten. Nicht überall erlauben die Regeln zur Flächennutzung Produktionsstätten. Zumeist ist auch eine Betriebserlaubnis („Factory License“) erforderlich, deren Erteilung unter anderem von der technischen Einrichtung und der Anzahl der Mitarbeiter abhängt.

Wer zudem die attraktiven Steuervorteile des Board of Investment (BOI) in Anspruch nehmen möchte, den beraten die Anwälte von Sanet gerne über die umfangreichen Fördermaßnahmen und ihre Bedingungen.

Das Representative Office (RO)

Das „RepOffice“ darf keine „Kaufaufträge annehmen, Verkaufsangebote machen oder Geschäftsverhandlungen mit irgendeiner Person führen“. Auch darf es keine eigenen Einnahmen haben, sondern die Muttergesellschaft übernimmt unmittelbar und vollständig alle Kosten des Büros.

Es ist somit der „Brückenkopf“ eines ausländischen Unternehmens in Thailand und ist beschränkt auf die Beschaffung von Gütern aus Thailand, deren Qualitätsüberwachung, die Beobachtung und Berichterstattung über den Markt und – in gewissem Umfang – die Unterstützung von vertraglichen Importeuren oder Distributoren.

Als „Vertriebsbüro“ handelt es hingegen gesetzeswidrig und den Verantwortlichen im Land und im Ausland drohen strafrechtliche und steuerrechtliche Konsequenzen.

Investitions­beratung und BOI-Förderung

Als thailändisch-deutsche Rechtsanwaltskanzlei bietet Sanet Legal in Bangkok kompetente Beratung nicht nur über das richtige Set-up Ihres Unternehmens. Vielmehr befassen wir uns seit fast 20 Jahren auch mit den umfangreichen Anreizen, die Thailand ausländischen Investoren bietet.

Sanet hat Unternehmen aus vielen Industrien und Ländern, darunter zahlreiche Maschinenbauer, Automobilzulieferanten, Chemiehersteller, Kunststoffversarbeiter, Elektronikunternehmen, IT-Unternehmen und Dienstleister von der Erstellung des Businessplans bis hin zur Erteilung des Bescheids durch das Board of Investment (BOI) begleitet.

Fördersystem des Board of Investment (BOI)

Thailand bietet Investoren umfassend steuerliche und andere Anreize. Dazu gehören ein langjähriger Steuererlass und die Befreiung von Importzöllen für Maschinen und Produktionsmaterialien. Daneben wird das Recht auf Landeigentum gewährt und Investoren wird auch die Beschäftigung von ausländischen Experten erleichtert.

Die Fördermaßnahmen sind in zahlreiche Industrien und Technologien eingeteilt, die in unterschiedlichem Umfang unterstützt werden. Zusätzliche Vergünstigungen, zum Beispiel durch Sonderabschreibungen oder verlängerte Steuerbefreiung, bringt den Unternehmen, die sich besonderer Verdienste („Merits“) zum Beispiel bei der Ausbildung der Mitarbeiter oder der Zusammenarbeit mit Universitäten erwerben.

Produktionsunternehmen profitieren von BOI-Förderung

Im Mittelpunkt der BOI-Förderung stehen Direktinvestitionen (FDI). Wer in moderner Industrien investiert und einem professionellen Businessplan vorlegt, kann bis zu 8 Jahren ganz und weitere 5 Jahre hälftig von der Unternehmenssteuer befreit werden. Zölle auf Komponenten, Maschinen und Einrichtungen können wegfallen.

In Summe können Investoren in Thailand damit Maschinen und Komponenten zollfrei importieren, steuerfrei und kostengünstig produzieren und dann auch noch in 16 Länder einschließlich China, Korea und Japan zollfrei exportieren.

Das Trade & Investment Service Office (TISO) unter dem BOI

Im Mittelpunkt der Aktivitäten des BOI-geförderten TISO stehen technische Dienstleistungen ausländischer Hersteller vor Ort für ihre thailändischen Kunden. Es beinhaltet somit eine direkte Befreiung vom Verbot der technischer und anderer Dienstleistungen durch Ausländer, wie es der „Foreign Business Act“ ausspricht.

Den besten Nutzen bringt das TISO für Hersteller von Maschinen, Einrichtungen und Werkzeugen. Diese können zum Beispiel Wartung, Reparatur und Kalibrierung der gelieferten Maschinen sowie auch Installation und Aufbau legal durchführen und auch an thailändische Kunden berechnet werden. Auch die Erlaubnis zum Import und Verkauf an Wiederverkäufer ist Teil der TISO-Förderung.

Zu den Bedingungen für die Einrichtung eines TISO gehört eine Investition von mindestens ca. 25.000 EUR, ein Kapital der Gesellschaft von mindestens ca. 75.000 EUR und jährliche administrative Kosten von ca. 250.000 EUR.

Das Internationale Business Center (IBC) als „Brückenkopf“ unter BOI

Das IBC unter BOI-Förderung erlaubt umfangreiche Dienstleistungen für verbundenen Unternehmen in und außerhalb Thailands. Dazu gehören Geschäfts- und Absatzplanung, Marketing und Verkaufsförderung.

Immer wieder gilt es zu beachten, dass direkte Verkaufsgespräche mit Endkunden nicht Gegenstand eines IBC sein dürfen. Dennoch kann es sich als sehr hilfreich für den Verkauf erweisen, einen solchen „Brückenkopf“ in Thailand einzurichten.

Auch das IBC kann Installation, Reparatur und Maintenance für die Produkte der Muttergesellschaft durchführen, allerdings dürfen diese Dienstleistungen nicht vom thailändischen Kunden, sondern ausschließlich von der Muttergesellschaft in Auftrag gegeben und bezahlt.

Die IBC-Lizenz beding eine Investition von rund 25.000 EUR und ein eingezahltes Kapital der Company Limited von 250.000 THB. Mindestens 10 qualifizierte Mitarbeiter müssen in der Regel für die zu erbringenden Dienstleistungen eingestellt werden.

Ohne den Vernetzungsgrad von Sanet zu lokalen Behörden, Banken, Lieferanten und Industrieparks hätte die SGF keinen solch reibungslosen Projektablauf bei der Auslandsinvestition erlebt.

Michael Weikert

Geschäftsführer Süddeutsche Gelenkscheibenfabrik

Gesellschaftsrecht

Der gut durchdachte Gesellschaftsvertrag ist die beste Garantie, Konflikte in der Gesellschaft zu vermeiden oder zumindest sauber und ohne gerichtlichen Streit zu lösen.

Dies gilt im Grundsatz für jedes Unternehmen, ganz besonders aber für Joint Ventures und Unternehmen mit mehreren strategischen Partnern.

Die Anwälte von Sanet Legal in Bangkok verfügen über jahrzehntelange Erfahrung, wir Konflikte entstehen und gelöst werden könne. Dabei gilt es Faktoren wie die Besetzung und Kontrolle des Managements, Finanzierungsregeln, Ausschüttungsrechte, Quoren bei Gesellschaftsbeschlüssen, Minderheitsrechte, Ver- und Ankaufsrechte von Anteilen, Nachfolge und Abfindungsregeln und zahlreiche Interessensabwägungen mit unternehmerischer Weitsicht zu regeln.

Die Stärke von Sanet Legal ist auch hier die Verbindung von Rechtswissen und unternehmerischem Denken.

Arbeitsrecht

Das erste Ziel der Sanet Anwälte für Arbeitsrecht ist es, Konflikte zu vermeiden.

Arbeitnehmerrechte sind in Thailand gesetzlich gut geschützt. Die Arbeitsbehörde, das „Labour Department“, wacht über die Einhaltung und kann von Arbeitnehmern jederzeit um Unterstützung angesprochen werden. Jedes Unternehmen muss seine „Labor Rules“ bekannt machen. Arbeitszeiten, Mutterschutz und Kündigung sind streng geregelt.

Sanet entwirft diese Regeln verlässlich in Thai und englischer Sprache. Wir entwerfen und überarbeiten die Arbeitsverträge unserer Mandaten und beraten über einen vernünftigen Interessensausgleichs bei Konflikten. Dabei stimmen wir uns auch proaktiv mit dem „Labor Department“ ab.

Der Arbeitsfrieden und die operative Funktion des Unternehmens stehen dabei im Mittelpunkt, ohne dass die berechtigen Interessen des Arbeitgebers vernachlässigt werden.

Visa & Work Permit

Thailands Ausländerrecht ist streng und strafbewehrt. Aufenthalt oder gar wirtschaftliche Betätigung ohne oder mit falschem Visum werden mit schneller Ausweisung oder noch härteren Strafen geahndet.

Oberstes Ziel der Sanet Legal Rechtsanwälte ist es, jedem Ausländer bei der Beschaffung des richtigen Visums und einer Arbeitserlaubnis nicht nur zu beraten, sondern ihn durch die manchmal sehr besonderen Verwaltungsverfahren zu begleiten.

Dazu gehört auch, dass wir auf Wunsch Meldepflichten und Fristabläufe überwachen und wir natürlich stets auch mit einer veränderten Rechtslage vertraut bleiben.

Wir unterstützen bei Arbeits- und Familienvisa, Visaverlängerungen und Visawechsel, dauerhaften oder temporären Arbeitsgenehmigungen und alle Fragen rund um das Ausländerrecht.